Tarquinia – die Stadt der Etrusker
italia | 9 November 2008 | 20:21Die antike Stadt Tarquinia (Tarxuna) war eine der wichtigsten Städte der Etrusker. Die Stadt lag strategisch gut auf einem Bergkamm, der sich im Nordosten oberhalb der Küste erstreckt. Hier lag die Stadt geschützt bis die Römer im Jahr 300 vor Christus einnahmen. Tarquinia ist auf jeden Fall ein Muss auf Ihrer Italienreise, vor allem die alten, mittelalterlichen Kirchen und den großen Platz im Stadtzentrum. Wichtigster Grund für einen Besuch ist jedoch das Museum „Museo Archeologico e Nacripoli“, welches eines der besten Museen Italiens für etruskische Fundstücke ist. Die Sarkofage, die Sie im Erdgeschoss des Museums bewundern können, sind reich verziert mit Bildern der Verstorbenen in zum Teil sehr ruhigen Posen. Größter Schatz sind die Pferde mit Terrakottaflügeln, die Sie ebenfalls im Museum bewundern können. Auf einem Hügel knapp 2 Kilometer entfernt und in südöstlicher Richtung befindet sich eine Nekropole, also eine Totenstadt. Die Gräber befinden sich im Vulkangestein und sie sind alle mit den schönsten Fresken verziert. Circa 6000 Gräber können Sie hier entdecken, allerdings sind nur 15 von ihnen gleichzeitig zur Besichtigung frei gegeben. Die Fresken sollen den Toten zu Lebzeiten darstellen und zeigt zum Beispiel tanzende und essende und feiernde Figuren. Tomba delle Leonesse und Tomba dei Leopardi sind die beiden interessanten und am besten erhaltenen Gräber der Totenstadt.
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