Der Gang nach Canossa – oder ein schöner Ausflug in der Region Emilia Romagna
info | 8 April 2008 | 06:22Wer hat diesen Spruch nicht schon einmal gehört? Entweder als Sprichwort oder bekannt aus dem Geschichtsunterricht, so ist der Gang nach Canossa, der Ausdruck dafür, dass man sich dem Gegner unterwirft, weil dieser in dem Augenblick die besseren Chancen hat. Dieses Sprichwort begründet sich auf einer wahren Begebenheit, die sich in Canossa in der Region Emilia-Romagna südlich von Reggio zugetragen hat. Canossa war der Brennpunkt des Investiturstreits zwischen König und Papst im Mittelalter. Heutzutage empfiehlt es sich allerdings nicht, nach Canossa zu laufen und Sie tun besser daran, das Auto zu nehmen. Es empfiehlt sich, den Weg über Quattro Castella oder San Polo zu nehmen. Beachten Sie bitte auch, dass keine Busse nach Canossa fahren! Extrem schmale Serpentinstraßen schlängeln sich durch die Poebene steil hoch durch grüne Wiesen und Felder, vorbei an Steilhängen und sagenhaften Aussichtspunkten. Ganz plötzlich taucht dann der Felsklotz auf, der einst die Burg stützte. Heute ist nur noch eine Ruine zu besichtigen, aber allein schon die Tatsache, an einem so wichtigen Ort der Geschichte zu sein, entlohnt für den Mangel an weiteren Sehenswürdigkeiten in Canossa selbst. Grundrisse von Räumen und Säulenstümpfe lassen erahnen, wie großartig und beeindruckend die Burg einst gewesen sein muss. Dafür hat man neben der Ruine ein kleines Museum einrichten lassen, das Sie gerne weiter über Canossa informiert. Die Burg ist täglich für Sie geöffnet und der Eintritt ist für alle frei!
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